111+ Weihnachtsgeschichte Ein ganz besondere Unterhaltung

Es verging eine ganze Weile, als Cassiopeia und Momo sich im Garten wieder über den Weg liefen. Die alte Schildkröte kroch langsam auf das Mädchen mit dem Lockenkopf zu und lugte mit ihren Knopfaugen auf dem kleinen Kopf aus ihrem dicken Panzer. Sie lächelte Momo an, als wolle sie sagen: „Hallo, liebe Momo, schön dich wieder zu sehen.“

Auch Momo freute sich sehr darüber, hob Cassiopeia hoch in die Luft und rief: „Cassiopeia, Cassiopeia! Wo bist du nur so lange gewesen?“

Die Schildkröte kicherte während auf ihrem Panzer in Großschrift „HIER UND DORT“ erschien.

Momo setze Cassiopeia vorsichtig auf einen großen Stein, kniete sich vor sie hin, legte ihren Kopf in die Hände und schaute sie mit ihren großen, braunen Kulleraugen neugierig an.

„Oh bitte erzähl mir davon“.

Wieder musste Cassiopeia grinsen. „NUN GUT…“ tauchte auf dem Panzer auf und Momo lauschte.

Wie gut, dass Momo ihre Sprache inzwischen gut beherrscht. Manche nennen es „Tiersprache“, andere „Telepathie“. Vielleicht ist es einfach die „Herzsprache“, die jeder lernen kann.

 „Ich war in Afrika. Das ist ein ganz anderer Kontinent, weit, weit weg vom Garten“, begann Cassiopeia zu erzählen. „Genauer gesagt, war ich in Uganda. Dort ist es immer sehr warm und ich habe dort sehr viele wunderschöne große und kleine Tiere gesehen, die es hier nicht gibt. Dort gibt es Elefanten, Giraffen und sogar Löwen.“ Momos Augen leuchteten, während Cassiopeia von den Tieren und der wunderschönen Natur erzählte.

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Auch Momo freute sich sehr darüber, hob Cassiopeia hoch in die Luft und rief: „Cassiopeia, Cassiopeia! Wo bist du nur so lange gewesen?“

Die Schildkröte kicherte während auf ihrem Panzer in Großschrift „HIER UND DORT“ erschien.

Momo setze Cassiopeia vorsichtig auf einen großen Stein, kniete sich vor sie hin, legte ihren Kopf in die Hände und schaute sie mit ihren großen, braunen Kulleraugen neugierig an.

„Aber ich habe auch viel Armut dort gesehen“, fuhr sie fort.

Erschrocken wandelte sich Momo´s fröhliche Mimik in traurige Mundwinkel und lehnte sich zurück „Oh. Wieso das?“, wollte sie wissen.

„Nun ja. Das hat viele Ursachen. Zum einen ist das so, dass sie kein Geld haben, um sich so viel kaufen zu können wie hier. Sie arbeiten sehr viel und sehr hart und oftmals unter ganz schlimmen Bedingungen, die nicht alle überleben. All dies nur um das allernötigste zum Essen kaufen zu können und damit, dass die Menschen bei uns billig einkaufen können. Es können auch nicht alle Kinder in eine Schule und lernen, was die Kinder bei uns lernen. Deshalb wissen sie nicht, wie man einen Brunnen baut oder haben kein Geld für das Material. Zum anderen haben viele Leute vergessen, wie man teilt und möchten am liebsten alles für sich behalten.“

In Momo´s Augen standen die Tränen.

„Heißt das etwa, dass die Menschen in Afrika für ihre Arbeit nicht genug verdienen, damit die Menschen in Europa für ihre Kleidung und Nahrungsmittel nicht so viel bezahlen müssen?“ fragte Momo entsetzt.

„Ja und nein. Die Konzerne behalten auch vieles davon. Die Armut ist inzwischen so groß geworden, dass die Afrikaner nach Europa kommen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, und nicht mehr hungern zu müssen.“

Momo wischte sich die Tränen aus den Augen, stand auf und sagte entschlossen: „Aber da müssen wir doch was tun!“

Die Schildkröte stimmte Momo nickend zu.

„Ja, da gibt es viele Möglichkeiten. Es gibt in Uganda ein Waisenhaus, in dem 111 Kinder leben, die keine Familie haben. Pater Okecho ist ein herzensguter Mann. Er leitet das Waisenhaus und hat dort liebe Menschen, die ihm dabei helfen, ohne dafür Geld zu wollen. Er bringt ihnen alles was er weiß bei und sie singen und spielen den ganzen Tag. Er wünscht sich nichts mehr, als dass es ihnen gut geht und alle genug zu Essen haben. Aber das ist nicht immer einfach mit den wenigen Mitteln, die sie zur Verfügung haben. -hier- erzählt er seine tolle Geschichte.“

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Der Lockenschopf dachte nach.

„Wäre es nicht toll, wenn die Kinder Stifte zum Malen hätten?“ Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: „und Puppen zum Spielen und Bücher zum lesen, Geld zum Essen damit sie ein tolles Weihnachtsfest haben können, und…“ endlich leuchteten ihre Augen wieder, bei der Vorstellung, wie sich die Kinder darüber freuen würden und tanzte in ihrem viel zu großen alten Mantel im Kreis, während sie noch viele, viele tolle Ideen aufzählte.

Cassiopeia kicherte wieder und auf ihrem Panzer erschien „DAS WÄRE TOLL“

Momo, Cassiopeia, Okecho und seine 111+ Kinder wünschen euch allen frohe Weihnachten!